Dark Pools und Flash-Trader

Geschrieben am: 21 Juli, 2014, 10:27

Focus, Artikel vom 20. Juli 2014 ©Dirk Reichmann

Die Parkette der großen Börsen sind längst zu Kulissen verkommen. Gehandelt wird fast nur noch im Hintergrund – Computer lösen Menschen nach und nach ab. Große Investoren nutzen sogenannte Dark Pools für ihre Deals – und die kleinen gucken in die Röhre.

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Noch drängen sich Broker um Kursmonitore; noch hacken Makler geschäftig Zahlen in die Tastatur; noch lässt sich ein Finanzchef von Börsenreportern interviewen, während die Ticker über ihren Köpfen vorbeiwandern – tatsächlich ist das alles nur Show.

Das Parkett an der New York Stock Exchange (NYSE) ist kaum mehr als eine Kulisse fürs Fernsehen, das den Schein fürs breite Publikum wahren soll, hier würde noch eifrig gehandelt. Die Musik spielt ganz woanders: Computer lösen Menschen nach und nach ab. Die Rechenknechte matchen Angebot und Nachfrage und wickeln die Order in Milliardstelsekunden ab.

Schattenbörsen gewinnen Macht

Im Börsenhandel hat sich nicht nur die Geschwindigkeit erhöht, sondern auch die Zahl der Handelsplattformen. „2002 wurden noch 85 Prozent des Aktienhandels an der New York Stock Exchange abgewickelt“, erinnert sich Michael Lewis, Autor des Börsenbestsellers „Flash Boys – Revolte an der Wall Street“. Heute spielt die NYSE fast schon eine Nebenrolle.

Die Parkette der großen Börsen sind längst zu Kulissen verkommen. Gehandelt wird fast nur noch im Hintergrund – Computer lösen Menschen nach und nach ab. Große Investoren nutzen sogenannte Dark Pools für ihre Deals – und die kleinen gucken in die Röhre. Noch drängen sich Broker um Kursmonitore; noch hacken Makler geschäftig Zahlen in die Tastatur; noch lässt sich ein Finanzchef von Börsenreportern interviewen, während die Ticker über ihren Köpfen vorbeiwandern – tatsächlich ist das alles nur Show.

Das Parkett an der New York Stock Exchange (NYSE) ist kaum mehr als eine Kulisse fürs Fernsehen, das den Schein fürs breite Publikum wahren soll, hier würde noch eifrig gehandelt. Die Musik spielt ganz woanders: Computer lösen Menschen nach und nach ab. Die Rechenknechte matchen Angebot und Nachfrage und wickeln die Order in Milliardstelsekunden ab.

Schattenbörsen gewinnen Macht

Im Börsenhandel hat sich nicht nur die Geschwindigkeit erhöht, sondern auch die Zahl der Handelsplattformen. „2002 wurden noch 85 Prozent des Aktienhandels an der New York Stock Exchange abgewickelt“, erinnert sich Michael Lewis, Autor des Börsenbestsellers „Flash Boys – Revolte an der Wall Street“. Heute spielt die NYSE fast schon eine Nebenrolle.

Neben ihr und der auf Technologiewerte spezialisierten Nasdaq buhlen 50 bis 60 Handelsplattformen um die Gunst der Börsianer, darunter beispielsweise BATS und zahlreiche Schattenbörsen („Dark Pools“). Der Gesetzgeber hatte diesen Wettbewerb befeuert – durch die Regulierung des Nationalen Marktsystems, kurz Reg NMS, das 2007 eingeführt wurde. „Dazu ist ein Mechanismus nötig, der den gesamten Markt einbezieht und alle Käufe und Verkäufe an einem zentralen Ort zusammenführt“, beschreibt Lewis die Neuerung.

Wobei dieser Ort ein Computer ist. „Mit dieser neuen Regelung konnten die Flash-Trader (Hochfrequenzhändler) also besser vorhersehen, wohin ein Händler seine Order schickt, weil er sie zuerst der Börse erteilen muss, die den besten Preis bietet“, so Lewis.

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Artikel vollständig nachlesbar unter:

http://www.focus.de/finanzen/boerse/dark-pools-und-flash-trader-diese-dunklen-maechte-lenken-den-aktienhandel-der-welt_id_3999030.html

 

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