Defensive Fonds kämpfen um Kapitalerhalt
Geschrieben am: 25 Juli, 2011, 7:07
Eine Analyse der Berliner Ratingagentur Scope ergab, dass es mehr als einem Fünftel der vermögensverwaltenden Fonds mit defensiver Ausrichtung nicht gelungen ist, die Geldanlagen seiner Kunden innerhalb von drei Jahren zu erhalten. Ein Viertel der 142 von Scope untersuchten Fonds erlitt in diesem Zeitraum sogar einen Wertverlust von zehn Prozent und mehr. Immerhin noch 36 Prozent schafften den Kapitalerhalt oder eine positive Performance nach den drei volatilen Jahren. Neben den defensiven Fonds wurden von Scope auch 186 offensive vermögensverwaltende Fonds analysiert. Unter Berücksichtigung von Auf- und Abschwungphasen können die offensiven Fonds, deren Aktienquote in der Regel weitaus höher liegt als die der defensiven, deutlich punkten. Über einen Zeitraum von fünf Jahren war deren Performance fast identisch mit der des Weltaktienindex MSCI World, der Maximum Drawdown lag mit 35 Prozent unter den knapp 50 Prozent des MSCI World. Offensive Fonds, so die Ratingagentur, seien besonders für solche Anleger geeignet, „die auf die Chancen der Aktienmärkte nicht verzichten wollen und gleichzeitig volatile Ausschläge der Performance reduzieren möchten“.
Quelle: ScopeAnalysis, ReportAktuell, Ausgabe 01/2011 – 20.07.2011


